Vom Schwammtaucherboot zur Urlaubsyacht
Die Gulet ist aus den robusten Holzbooten hervorgegangen, auf denen Bodrums Fischer und Schwammtaucher arbeiteten. Als Ende der 1960er-Jahre die ersten Besucher kamen, behielten die Bootsbauer den kräftigen Rumpf und ergänzten, was Gäste brauchten: ein breites Deck, Schatten, einen Salon und Kabinen. Unsere kurze Geschichte der Blauen Reise erzählt davon.
Gulets werden bis heute weitgehend von Hand aus einheimischer Kiefer gebaut, auf Werften wie in Bodrum und Bozburun. Verwandte Bootsformen unterscheiden die Bootsbauer am Heck: Die klassische Gulet hat ein rundes Heck, die Aynakıç ein flaches, eckiges, das Platz für ein großes Achterdeck lässt.
Was an Bord ist
Das Leben auf einer Gulet spielt sich an Deck ab. Achtern steht ein großer Tisch im Schatten, an dem gegessen wird; am Bug liegen Polster und Sonnenliegen. Unter Deck liegen die Kabinen, meist jede mit eigenem kleinem Bad, und viele Gulets haben zusätzlich einen Salon.
Jede Gulet hat ein Beiboot – ein kleines Motorboot, um an Land zu gehen –, und die meisten haben Kajaks, Paddleboards oder Schnorchelausrüstung an Bord. Auf der Seite jeder unserer Yachten steht, was sie an Bord hat.
Wer an Bord ist
Eine Gulet kommt mit eigener Crew: einem Kapitän, der die Buchten der Küste kennt, Matrosen, die sich um Anker, Leinen und Beiboot kümmern, und einem Koch. Je nach Größe hat eine Gulet eine Crew von drei bis sechs Personen.
Die Crew lebt die ganze Woche mit Ihnen an Bord, doch die Yacht gehört Ihnen: Tempo und Essenszeiten bestimmen Sie, die Route planen Sie mit dem Kapitän.
Ein Tag auf einer Gulet
Die Tage folgen dem Rhythmus des Meeres. Sie wachen vor Anker auf und schwimmen vor dem Frühstück. Am Vormittag, solange das Meer ruhig ist, fährt die Gulet zur nächsten Bucht, meist zwei oder drei Stunden entfernt. Mittags wird vor Anker gegessen; der Nachmittag gehört dem Schwimmen, Schnorcheln oder einem Spaziergang zu einer Ruine oder einem Dorf; zu Abend isst man an Deck.
Gulets haben Segel, doch die meisten kurzen Etappen zwischen den Buchten werden unter Motor gefahren; passt der Wind, setzt die Crew die Segel. Die meisten Nächte verbringen Sie vor Anker in einer stillen Bucht, manche in einem Dorfhafen, wo Sie an Land essen können.
Gulet oder Segelyacht?
Eine Gulet steht für Platz und ruhige Tage: breite Decks, Schatten, eine Crew, die sich um alles kümmert, und Raum für Familien und Freundesgruppen. Eine Segelyacht segelt mehr und ist schneller, hat aber weniger Platz an Deck.
Unsere Flotte besteht aus fünf Gulets und einer Segelyacht. Die Tabelle unten zeigt ihre Größe und wie viele Gäste jede aufnimmt.



